Das Konfliktpotenzial zwischen Nutztierhaltung, speziell Schaf- oder Ziegenhaltung, und Wildtieren in der Schweiz ist besonders beim Wolf hoch, gebietsweise stehe Auch des Luchs oder der Bär mit im Fokus. Durch geeignete Schutzmassnahmen, allen varan Elektrozäune und Herdenschutzhunde, sollen Schäden in der Nutztierhaltung so weit wie möglich minimiert werden. Die Fachstelle Herdenschutz des AGRIDEA ist seit über 20 Jahren das nationale Kompetenzzentrum in der Schweiz zu Herdenschutzthemen.
Ausgewählte aktuelle Themen
Zumutbare Herdenschutzmassnahmen
In der eidgenössischen Jagdverordnung (JSV) sind im Artikel 10b die sogenannt zumutbaren Massnahmen zur Verhütung von Schaden durch Grossraubtiere definiert. Betriebsverantwortliche können sich durch die zuständige kantonale Herdenschutzfachstelle beraten lassen, welche Herdenschutz-Massnahme in welcher Situation sinnvollerweise umgesetzt werden kann. In der JSV sind explizit fachgerecht erstellte Zäune sowie fachgerecht eingesetzte Herdenschutzhunde als zumutbare Schutzmassnahmen aufgeführt.
Eignungsprüfung für Herdenschutzhunde
AGRIDEA führt im Mandat des Bundes die nationalen Eignungsprüfungen für Herdenschutzhunde sowie die zugehörigen Informationsveranstaltungen zur Vorbereitung auf diese Prüfung durch. Hunde können direkt über AGRIDEA für eine solche Prüfung angemeldet werden.
Tourismus und Herdenschutzhunde
Wo Wanderer, Bikerinnen usw. auf durch Hunde geschützte Herden treffen, kann es zu Konflikten kommen. Mittels einer online-Karte können sich Interessierte informieren, wo sich die Einsatzgebiete von Herdenschutzhunden befinden und durch korrektes Verhalten bei Begegnungen mit solchen Hunden, kann das Risiko von Vorfällen stark minimiert werden.